Firma Weissenburger seit 1949 |
||||||
Gründung
|
||||||
| 1949/1950 Links: Das erste kleine Atelier im romantischen Lahnort Dausenau. Ein nostalgisches Foto aus einer anderen Produktionsepoche. Hier wird noch fast alles in Handarbeit genäht. Mitte: Die erste Visitenkarte von Weissenburger Krawatten, 1950. | Der Vater von Eugen Weissenburger am Kontrabass. Das Instrument wird später zum Startkapital für die Firma. | |||||
|
|
||||||
| Ilse Weissenburger | Eugen Weissenburger (+2004) | Die Vorbildkrawatte von Willy Rody, 1931 aus New York | ||||
| 1948 Eugen Weissenburger, ein junger Mann aus Bad Ems, ist ratlos. Was soll aus ihm werden, der Krieg hat verhindert, dass er seine Ausbildung als Techniker beendet aber ein Einkommen wird dringend gebraucht. Gerne würden seine hübsche Verlobte Ilse Zorn und er heiraten, doch wie, wenn er keine sichere Zukunft bieten kann? Ilse arbeitet in fester Anstellung als Lohnbuchhalterin beim Stinnes-Konzern. Aber was soll er machen? Er kann viel - hat darüber aber keine Nachweise, wie viele junge Menschen seiner Generation. Doch Eugen Weissenburger hat einen väterlichen Freund, Willy Rody. Der hatte 1931 als erster den Ozean von Ost nach West überflogen, eine abenteuerliche Geschichte, die um wenige Meilen misslang. Er hätte fast mit dem Leben bezahlt, ist nach sieben Tagen und sieben Nächten mit seinen Copiloten auf seiner treibenden Junkers gerettet worden... Dieser Willy Rody, ein Mann der sich gerne modisch kleidet, gibt Eugen 1948 den Rat: "Wie wär´s mit Krawatten? Die Leute wollen sich wieder schön anziehen aber für einen neuen Anzug fehlt noch das Geld. Eine schicke Krawatte können sie sich aber leisten." Eugen ist noch skeptisch: Er ist Techniker, kein Schneider. Da schenkt Rody ihm eine Krawatte, die er sich 1931 in der 5th Avenue in New York gekauft hat. Diese lässt Eugen von Schneiderinnen kopieren und damit beginnt die Produktion. |
Wie es
|
|||||
| Links: 1931, der Ozeanflieger Willy Rody aus Bad Ems, mit modischen Gamaschenschuhen, beim Dankgottesdienst in New York nach seiner Rettung. Rechts neben ihm der Bürgermeister von New York. Mehr Einzelheiten zum spektakulären Ozeanflug von 1931 mit der Junkers W 33 finden Sie auf dieser Seite des Junkers-Archivs: http://www.junkers.de/kalenderblatt/201009_kb39_ozeanflugversuch_w33.html |
||||||
| 1949 wird geheiratet und nun führen Ilse und Eugen ihr kleines Unternehmen zusammen. Eugen ist für die Ideen und den Verkauf zuständig, Ilse für die Näharbeiten und die präzise Buchführung. Bald brauchen sie mehr Platz und weitere Mitarbeiter. Nach wenigen Jahren ziehen sie um in das neu gebaute eigene Haus, dorthin, wo auch heute die Firma noch ist. | ||||||
1960-1970 |
||||||
| 1962 Ilse und Eugen Weissenburger beim Aussuchen der neuen Kollektion in der Seidenweberstadt Krefeld. | 1960 Fertigbinder mit Elastikband sind gefragt. Ilse Weissenburger bei der doppelten Buchführung, umgeben von tausend Krawatten. | 1962 Familie und Mitarbeiter unter dem krititschen Blick des Chefs. | ||||
| 1960 - 1970 Kontraste in der Krawattenmode 7cm schmale Krawatten mit Streifen in den 60er Jahren (heute wieder modern!) und 14cm breite Krawatten der 70er Jahre in auffälligen Mustern. |
Die ersten Motive für Vereine in den Sechzigern. Eine nostalgische Krawattenschachtel, damals noch in Handarbeit von Buchbindern hergestellt, darauf eine Chorkrawatte und eine Schachkrawatte. | Der neue Seidenschal, Design Weissenburger, erscheint im nostalgischem Stil der Fünfziger, gerade wieder ganz aktuell. Mehr Schals und Tücher. |
1970-1985 |
|||
| 1949 - 1985 Ilse und Eugen Weissenburger haben mit ihrer Firma Erfolg, weil sie zuverlässig liefern, stets fair sind zu Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern. | 1986 bis heute: Ilse und Eugen Weissenburger geben ihr Unternehmen an die Tochter Leonore ab. Zuverlässigkeit, Service und gute Qualität, das ist auch in der zweiten Generation oberstes Gebot bei Weissenburger. Zufriedene Kunden bestätigen dies: Referenzen. | |||||
| 1986: Neu sind eigene Entwürfe. Haben die Eltern noch die fertigen Kollektionen der Seidenweber eingekauft, erstellt die Tochter als ausgebildete Designerin eigene Entwürfe. Besonders für Chöre, die ihr als aktive Chor-Sängerin am Herzen liegen. Firmen aus dem Mittelstand und Konzerne kommen dazu und lassen sich Individuelle Krawatten anfertigen. 2008, 2010 und 2011 erhielt die Firma Aufträge aus dem Vatikan, von der "Päpstlichen Schweizer Garde", die sich von Weissenburger neue Uniformkrawatten entwerfen ließ. Unter www.schweizergarde.eu kann man im Shop der Garde diese Krawatte bestellen. |
Ab 1986 |
|||||
2005
|
||||||
| Krawattenausstellung in der historischen Brunnenhalle in Bad Ems, oben schwebt der vier Meter lange "Krawattendrachen", ein Lenkdrachen, der von Spezialisten extra für die Ausstellung gebaut wurde. Krawatten als Symbol für den Zeitgeist aus sechs Jahrzehnten waren von Leonore Weissenburger zu einer unterhaltsamen und informativen Ausstellung zusammengestellt worden. Eine der Raritäten aus der Ausstellung: Eine Abendtasche aus Krawattenspitzen und Fliege. Originelles Einzelstück aus Musikkrawatte NR 833. | ||||||
| 2011 Design und Vorbereitung enstehen am Computer, von dort gehen die Entwürfe in moderne Fertigungen, vorwiegend in Deutschland und Europa. Gute Qualität, kurze Wege, humane Arbeitsbedingungen sind Priorität. Wo nötig, wird immer noch in Handarbeit hergestellt. Hier die Verarbeitung einer Fliege, mehr dazu Klassische Krawatten und Fliegen. |
2010 |
|||||
|
|
||||||
Sicher keine gewöhnliche Firmengeschichte, die Sie gerade gelesen haben. Ein kluger Rat ganz zu Anfang und viele weitere im Laufe der Jahre, auch von den Kunden, halfen dem Familienunternehmen, das Sortiment zu verbessern. Wenn auch Sie Anregungen für uns haben, sind diese uns sehr willkommen! Schicken Sie uns Ihre Nachricht mit Lob oder Kritik, wir freuen uns über Ihre Meinung Kontakt. |
||||||

